Versprechungen, Superlative und das Streben nach Macht

„Heute back ich, morgen brau ich, übermorgen hol ich der Königin ihr Kind.
…ach, wie gut, dass niemand weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß.“

Ein Märchen der Gebrüder Grimm und eines meiner Lieblinge.
Es handelt unter anderem von dem Wunsch jemand besonderes zu sein.
Es handelt von Habgier und Macht.

Einer der Akteure ist ein armer Müller, der über die Fähigkeiten seiner Tochter lügt – sie könne Stroh in Gold verwandeln – und sie somit in eine Bringschuld befördert, die sie nicht erfüllen kann.
Seine Behauptung, die seine Tochter das Leben kosten kann, ist motiviert durch das Streben nach Ansehen und Prestige, denn der König wird die Müllers Tochter heiraten, sollte die Aussage der Wahrheit entsprechen.

Dieser pure Akt der Verzweiflung des Müllers spiegelt sich heute an vielen Stellen im Marketing, gerade auch im Online-Marketing, wieder.

Und zwar genau da, wo auf Verkaufsseiten mit Superlativen um sich geschmissen wird.
Wo Versprechungen gegeben werden, die alarmierend sind.
Und womit Menschen letztlich gezielt ihren Namen ruinieren.

Denn wer seine Versprechungen nicht einhalten kann, wird eliminiert. Es ist nur eine Frage der Zeit.
Und das Internet und seine Nutzer sind erbarmungslos und sehen alles.

Was eine Weile für einige funktioniert haben mag, muss aber nicht der einzige Weg sein – und vor allem nicht dein Weg.

„Je weniger Superlative, desto erfolgreicher“ lautet die Regel, an der man sich in Zukunft orientieren kann. 
Es ist höchste Zeit eventuelle Anpassungen vorzunehmen, sollten diese vonnöten sein. An der eigenen Webseite, am gesamten Auftreten.

Menschen werden auf Übertreibungen und unrealistische Versprechen jeglicher Art mit vollkommener Abwehr reagieren.

Bist du vorbereitet?

Viel Erfolg.
Wiebke

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