Müde, kaputt und manchmal kurz vorm hinschmeißen (trotz gutem Verdienst)? Hier ist die Lösung.

In letzter Zeit höre und lese ich an allen Ecken und Enden, dass Leute kaputt und müde sind und aufgeben wollen.

Eine bekannte Unternehmerin brach vor ein paar Tagen während unseres Kennenlerngesprächs in Tränen aus und sagte wortwörtlich: „Ich glaube, ich hör auf. Ich schmeiß alles hin. Es macht mir keine Freude mehr!“ Und das, obwohl sie im sechsstelligen Bereich verdient und nach außen hin alles fein aussieht.

Wie kann das sein?

Diese Aussage macht deutlich, dass sie überfordert ist. Viele Unternehmer und Selbstständige kennen dieses Gefühl.

Wer nicht weiß, wie er mit solchen Gefühlen umgeht, kann im schlimmsten Falle wirklich die Entscheidung treffen, aufzuhören, obwohl es andere Wege gegeben hätte.

Da wir aber auf keinen Fall wollen, möchte ich dir eine Übung mit an die Hand geben, die du durchführen solltest, sobald du dich in einer Situation überfordert fühlst.

Außerdem nenne ich dir die drei gängigsten Gründe für das Gefühl der Überforderung.

Los geht’s:

Wann immer du in dem Gefühl der Überforderung steckst, tritt zurück und atme tief durch.
Am besten verlässt du den Raum, in dem du dich befindest, und nimmst eine neue Perspektive ein.
Ich gehe in solchen Fällen spazieren, wenn die Zeit es zulässt.

Frage dich dann: Was ist der eigentliche Grund, warum ich so aufgelöst bin?

Oftmals hat es mit einem dieser drei Gründe zu tun:

  1. Fehlende oder instabile Regeln im Geschäft.
  2. Entscheidungsschwierigkeiten
  3. Angst vor Kontrollverlust

Nummer eins möchte ich etwas näher mit dir beleuchten, weil es der gängigste Grund ist.

Fehlende oder instabile Regeln im Geschäft.

So gerne wir unsere Kunden haben und so stark wir helfen wollen (oder gerade dann): mach dir bewusst, dass du nur richtig helfen kannst, wenn die Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit von Anfang an festgelegt sind.

Das bedeutet: Wenn jemand deine Dienstleistung bucht, dann muss er genau wissen, welchen Umfang diese Leistung hat. Was ist inkludiert und – ganz wichtig – was nicht?

Darf dein Kunde dir, wenn er deinen Onlinekurs bucht, eine E-Mail mit 20 Fragen schreiben und erwarten, dass du diese beantwortest?

Darf dein Kunde dich außerhalb der vereinbarten Termine anrufen und um Rat bitten?

Solange ihr abgemacht habt, dass diese Dinge im Support enthalten sind und du dir diesen sehr intensiven, persönlichen Support zu einem dir angemessen Preis bezahlen lässt, ist alles in Ordnung und du wirst wahrscheinlich happy damit sein.

Sobald dieser Support nicht abgemacht ist, und du trotzdem Fragen via E-Mail und Telefon beantwortest, ist es nur verständlich, dass du sauer auf deine Kunden wirst. Es kann passieren, dass du fahrlässige Antworten gibst und dass dein Kunde enttäuscht ist, wenn du mal nicht antwortest. Der Ärger ist vorprogrammiert. Du hast das Gefühl, ausgenutzt zu werden, und der Kunde ist enttäuscht, weil er Hilfe erwartet hat, die er nicht bekommt.

Mein Tipp: Gehe mit jedem neuen Kunden deine Leistungen ins Detail durch. Er wird es dir danken und dich noch mehr schätzen.

Erkläre ihm beispielwese, wie viel Support er in eurer Facebookgruppe erwarten kann oder lasse ihn wissen, dass E-Mail Support nicht inkludiert ist.

Oftmals sind wir überfordert in unserem Geschäft, weil wir uns überrennen lassen.
Stelle Regeln auf und du wirst wieder oder noch mehr Freude an deiner Arbeit haben.

Herzlichst und viel Erfolg,

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